Heute, am 24. Februar 2026, jährt sich der Beginn von Russlands völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen die Ukraine zum vierten Mal. Vier Jahre, in denen Hunderttausende Menschen ihr Leben verloren haben. Vier Jahre, in denen Städte zerstört, Familien zerrissen und Millionen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Es gibt Jahrestage, die man nicht feiern kann. Man kann sie nur ernst nehmen.
Was in vier Jahren geschehen ist
Am 24. Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine – ohne Provokation, ohne Recht, ohne Rücksicht auf das Leben von Millionen Menschen. Was als „spezielle Militäroperation“ verharmlost wurde, ist ein Angriffskrieg, der gegen das Völkerrecht verstößt und unermessliches Leid über die ukrainische Bevölkerung gebracht hat.
Vier Jahre später ist die Bilanz verheerend: Zerstörte Infrastruktur, vermiente Felder, eine Generation von Kindern, die mit Krieg aufgewachsen ist. Die humanitären Folgen sind kaum in Zahlen zu fassen – und hinter jeder Zahl steht ein menschliches Schicksal.
Der Krieg ist nicht weit weg
Auch bei uns im Burgenlandkreis sind die Folgen dieses Krieges spürbar. Menschen, die vor Bomben und Zerstörung geflohen sind, leben als unsere Nachbarinnen und Nachbarn. Ihre Kinder gehen in unsere Schulen. Sie versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen – mit der Last, nicht zu wissen, ob sie jemals in ihre Heimat zurückkehren können.
Gleichzeitig spüren wir alle die mittelbaren Auswirkungen: gestiegene Energiepreise, Inflation, eine Welt, die unsicherer geworden ist. Der Krieg in der Ukraine betrifft nicht nur die Ukraine – er betrifft uns alle.
Klare Haltung: Gegen den Krieg, für die Menschen
Als Direktkandidat für Die Linke im Wahlkreis 40 sage ich klar und ohne Wenn und Aber: Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine war und ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Menschen in der Ukraine haben ein uneingeschränktes Recht auf Frieden, Selbstbestimmung und territoriale Integrität.
Solidarität mit der Ukraine bedeutet für mich:
Erstens: Die Opfer dieses Krieges nicht vergessen. Nicht nach vier Jahren, nicht nach zehn. Das Gedenken wachhalten heißt, Verantwortung übernehmen.
Zweitens: Die Menschen, die bei uns Schutz gefunden haben, als Nachbarinnen und Nachbarn willkommen heißen – nicht als „Geduldete“, sondern als Teil unserer Gemeinschaft.
Drittens: Sich unermüdlich für eine diplomatische Lösung einsetzen, die das Sterben beendet und der Ukraine eine selbstbestimmte Zukunft ermöglicht.
Frieden ist kein naiver Wunsch
Wer Frieden fordert, bekommt oft zu hören, er sei naiv. Ich halte das für falsch. Naiv ist es, zu glauben, dass Kriege sich von allein erledigen. Naiv ist es, sich daran zu gewöhnen, dass Menschen sterben, weil man keine andere Lösung sieht.
Frieden zu fordern heißt nicht, den Aggressor zu entschuldigen. Es heißt, sich der schwierigsten Aufgabe zu stellen, die es gibt: Wege zu suchen, wie das Töten aufhört. Das erfordert nicht weniger Mut als Waffen – es erfordert mehr.
Wir brauchen ernsthafte diplomatische Initiativen. Wir brauchen eine europäische Friedensordnung, die auf Sicherheit für alle baut – nicht auf Abschreckung allein. Und wir brauchen eine politische Debatte, die zwischen Kriegstreiberei und Relativierung einen ehrlichen Weg findet.
Was wir hier tun können
Man muss nicht in Brüssel oder Berlin sitzen, um etwas zu bewirken. Auch hier im Burgenlandkreis, auch in Sachsen-Anhalt können wir unseren Beitrag leisten:
Wir können die Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, unterstützen – mit Sprachkursen, mit Nachbarschaft, mit dem einfachen Signal: Ihr gehört dazu.
Wir können denen widersprechen, die diesen Krieg relativieren oder für ihre eigene Agenda missbrauchen – egal ob von rechts oder von anderer Seite.
Und wir können dafür sorgen, dass die sozialen Folgen des Krieges – Energiepreise, Inflation, Unsicherheit – nicht auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die am wenigsten haben.
Heute ist ein Tag des Gedenkens
Heute denke ich an die Menschen in der Ukraine, die seit vier Jahren in einem Krieg leben, den sie nicht gewählt haben. An die Gefallenen. An die Vertriebenen. An die Familien, die nicht wissen, ob ihre Angehörigen noch leben. Und an die Menschen hier bei uns, die ihre Heimat verloren haben und versuchen, weiterzumachen.
Frieden ist kein Zeichen von Schwäche. Frieden ist das Schwierigste, was es gibt – und das Wichtigste.
Ihr seid nicht vergessen.
– Michael Scholz
Direktkandidat Die Linke, Wahlkreis 40 (Burgenlandkreis)